Von SSD bis Cloud
Ob System-, Anwendungs- oder Benutzerdaten – sie alle brauchen einen Platz. Welchen, darüber entscheiden die Ansprüche: Sollen sie schnell abrufbar, sicher, von überall aus erreichbar oder kostengünstig aufbewahrt sein? Für jede Anforderung gibt es das passende Medium und den passenden Ort – lokal, im eigenen Speichernetz oder in der Wolke. Doch auch dort schweben sie nicht umher, sondern liegen auf handfesten Datenträgern. Nur das Drumherum ist anders.
Datenautobahnen
Speichernetze bilden ein Geflecht aus Datenpfaden. Auf ihnen muss der Verkehr so reibungslos laufen wieauf den Straßen. Techniken einzusetzen, die für Speichernetze optimiert sind und einen hohen Durchsatz gewähren, reicht aber nicht. Sie wollen auch fehlerfrei eingerichtet und gepflegt werden.
Virtuell und verteilt
Ihre eigenen Wege gehen virtualisierte Server. Besonderheiten finden sich bei der Speicheranbindung, beim Backup und beim Umzug. Auch Rechen- und Hochverfügbarkeits-Cluster stellen besondere Anforderungen an die Speicherumgebung.
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Speichermedien
- Solid State Disks
Flash-SSDs in Servern und Storage-Systemen - Harddisks
Was Festplatten leisten - Tapes
Bandtechnik heute - Optische Medien
Von der CD zur Holodisk - Objektbasierter Zugriff
Object-Based Storage Devices - Forschung
Speichertechniken der Zukunft - Schreibschutz
WORM-Techniken im Vergleich
Netze & Busse
- Serielle Busse
Serial Attached SCSI und Serial ATA - Kabelkunde
Performante Glasfaser- und Kupferverbindungen für Rechenzentrum und Serverraum - FC-Protokolle
Fibre Channel im Überblick - Schnelle Netze
Verbindungstechniken für schnelle Speichersysteme - SAN-Struktur
Fibre-Channel-SAN – Topologien und Komponenten - FC-Troubleshooting
Fibre-Channel-Netze fehlerfrei einrichten - SAN-Evaluation
Test und Validierung von Speichernetzen - Cluster-Interconnect
Infiniband: Seriell mit niedriger Latenz - SAN-Tuning
Performance-Engpässe im Speichernetz beheben - IP-SAN
Speichernetze mit iSCSI - Konsolidierung
Fibre Channel over Ethernet - Datentransfer
Transport beschleunigen mit Deltas
Systeme
- Disk-Storage
Was Festplatten-Subsysteme können - Virtuelle Tape-Libraries
Disk-Systeme emulieren Bandlaufwerke - Datenablage
Moderne Dateisysteme im Vergleich - Cluster-Dateisysteme
Datenablage im Gruppenverbund - Verteilte Dateisysteme
Parallel Network File System - Storage-Management
Speichernetze und ihre Verwaltungsinstrumente
Backup & Archivierung
- Storage-Hierarchien
Techniken der Datenverwaltung - Cloud
Online-Backup für Unternehmen - Datensicherung im Netz
Techniken und Strategien für ein zentrales Backup - Kontinuitätsmanagement
Replikation und Disaster Recovery - Business Continuity
Grundlagen eines kontinuierlichen IT-Betriebs - Datenlagerung
Archivsysteme und ihre Protokolle - Datenreduktion
Speicherplatz sparen durch Deduplizierung
- Solid State Disks
Sicherheit
- Verschlüsselung
Industriestandards für Storage Encryption - Storage Area Networks
Schutz von Speichernetzen - Netzdateisystem
Sicherheitserweiterungen für NFS 4.x - Kryptografie
Standards für das Verschlüsseln von Speichermedien
Administration
- Hochverfügbarkeit
Shared Nothing Cluster mit DRBD - Speicher-Umzug
Datenmigrationsverfahren im Vergleich - Netz-Backup
Linux-Werkzeuge zur Datensicherung im Netz - Unternehmens-Backup
Datensicherung im Netz mit Bacula - Dateisystem-Umzug
NTFS und ext2fs als Image kopieren - Restore
Datenwiederherstellung mit ReaR - Forensik
Dateien retten mit Magic Rescue
Virtualisierung
- Speichernetz
Virtualisierung im SAN - Thin Provisioning
Variable Speicherzuweisung - Speicheranbindung
VMwares ESX-Storage-Architektur - Backup
Sicherung virtueller Maschinen unter VMware ESX 4 - Datenmigration
Umzug der VM-Umgebung mit VMwares Storage VMotion - Hyper-V
Microsofts Hypervisor in dieSpeicherumgebung einbinden
Sonstiges
- Editorial
- Softwareverzeichnis
- Glossar
Die wichtigsten Abkürzungen undund Begriffe rund um Storage - Impressum
- Inserentenverzeichnis
Variantenreich
Keine IT ohne Storage. Damit wäre alles gesagt. Doch so einfach ist das nicht mit dem Ablegen der Daten, dem inzwischen wichtigsten Gut moderner Geschäfts- und Organisationsprozesse. Die erste Frage lautet: Wohin? Unterschiedliche Medien für unterschiedliche Anforderungen existieren nebeneinander, auch wenn zumindest in kleineren Umgebungen Festplatten als das Allheilmittel galten. Erst die Solid State Disks kratzten an diesem Mythos.
Auch Systeme gibt es viele, von externen Festplatten-Chassis bis zu sich – fast – selbst verwaltenden „Super“-Systemen im PByte-Bereich. Hinzu kommen Spezialsysteme für Backup, Archivierung, Online-, Nearline- oder Offline-Lagerung.
Ein Ausfall von Medien und Speichersystemen kann ausgesprochen teuer werden – die Folgen des Datenverlusts und die Betriebsunterbrechung mit eingerechnet. Aus dieser Perspektive betrachtet, muss man Speichermedien in zwei Arten unterteilen: solche, die kaputt gehen, und solche, die schon kaputt sind. Dann wird auch deutlich, warum Festplatten zum Verbrauchsmaterial zählen und im laufenden Betrieb austauschbar sein sollten. Außerdem gehören Daten redundant gespeichert, sodass der Ausfall einzelner Platten keinen Totalverlust nach sich zieht, und regelmäßig gesichert für den Fall, dass ein ganzes Speichersystem versagt.
Zu viel Redundanz ist aber auch nicht gut, vor allem, wenn sie durch eine unorganisierte Datenhaltung zustande kommt. Hier haben Administratoren oft den geringsten Spielraum, denn meist sorgen die Anwender selbst für das Daten- und Versions-Chaos – und haben es sich darin über Jahre gemütlich gemacht. Anbieter im Storage-Umfeld haben darauf ausschließlich technische Antworten parat: Deduplizierung etwa, wenn es die x-te Fassung einer Rundmail oder eines Dokuments zu sichern oder zu archivieren gilt. Hierarchische Speicherverwaltung oder Thin Provisioning gehören ebenfalls hierher. Beide setzen aber voraus, dass die Benutzer die Daten an dem dafür vorgesehenen Ort ablegen – einfacher ist das natürlich bei den Daten zentraler Anwendungen wie Datenbanken, Groupware- oder Content-Management-Systeme.
Viel hängt auch davon ab, wie schnell und zuverlässig die Daten ihr Ziel erreichen, ob eine Anwendung sie nun anfordert oder in ihrer neuen Heimstatt abliefert. Nicht umsonst spielen Schnittstellen und Verbindungstechniken eine große Rolle bei der Auswahl von Systemen und Komponenten – und das in mehrfacher Weise. Da wäre erstens die Geschwindigkeit: Zu ihr gehören auch eine möglichst geringe Latenz und ein kleiner Overhead der benutzten Protokolle, vielleicht sogar die Verteilung auf mehrere Datenpfade oder Leitungen, die sich auf den „Hauptstraßen“ zwischen den Switches oder bei hohem Verkehrsaufkommen, etwa beim Einsatz virtueller Server, durchaus empfehlen kann. Das würde zweitens der Zuverlässigkeit zugutekommen. Allerdings kann es das Netz derart verkomplizieren, dass es die Fehlersuche ebenso erschwert wie die Ursachenforschung bei Datenstaus und Behinderungen.
Dieses Heft beleuchtet all diese Aspekte und noch mehr aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln, zumal auch die Autoren unterschiedliche Tätigkeitsfelder haben und täglich mit unterschiedlichen Umgebungen in Berührung kommen: Entwickler, Consultants, Administratoren, um nur einige zu nennen. Abschließend will ein Glossar am Ende des Hefts vor allem Neulinge der Storage- und Speichernetz-Verwaltung davor bewahren, sich im Dschungel der Fachbegriffe und Abkürzungen zu verirren.
Susanne Nolte
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