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iX 02/2010

Zeitschrift

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Highlights dieser Ausgabe:

  • Gefahr aus dem Web
  • Android 2.0
  • Game Engine mit Autorensoftware
  • Spring 3
  • USVs fürs Rack
Lieferung: 10-14 Tage
Anbieter: Heise Zeitschriften Verlag
Sprache: Deutsch
EAN: 4038858084084
Veröffentlicht: 18.02.2010
  • Titelseite

    • 1 Webanwendungen sichern

  • Editorial

    • 3 Der Preis ist (zu) hoch

  • Inhalt

    • 4 Inhaltsverzeichnis

  • Leserbriefe

    • 6 Leserbriefe

  • Markt + Trends

    • 10 Hack den Raab
    • 11 Ratlosnetz
    • 12 Tiefschürfend
    • 14 Sicherheit
    • 16 Standardsoftware
    • 18 Kommunikation
    • 20 World Wide Web
    • 22 Systeme
    • 23 Systemmanagement
    • 26 Raumarbeiten
    • 28 Recht
    • 30 Linux/Groupware
    • 32 Mobility
    • 33 Multimedia
    • 34 Softwareentwicklung
    • 35 Embedded Systems
    • 36 Rechenzentrum
    • 37 Beruf
    • 38 Interpretierungsfähig

  • Titel

    • 40 Eingeschleust
    • 48 Geklaute Sitzung
    • 52 Abgedichtet

  • Review

    • 60 Spielend entwickeln
    • 66 Frühlingsduft im Winter
    • 70 Dopplereffekt
    • 74 Zusammenrücken
    • 80 Wandelware
    • 83 Vorlage fürs Web
  • Report

    • 88 Pressbar
    • 92 Fesseln gesprengt
    • 96 Verschlusssachen
    • 100 In den Wolken
    • 104 Und es passiert doch
    • 110 Aufgetragen
    • 113 Hohle Gasse
    • 116 Fit für den Betrieb
    • 119 Kommuniziert

  • Wissen

    • 122 Es geht auch einfach
    • 127 Neue Regeln
    • 131 Kontinuierliche Kontrolle

  • Praxis

    • 136 Frisches Gebäck
    • 140 Neue Kleine
    • 142 Gewusst wo
    • 146 Zusammenbau
    • 151 Tohuwabohu

  • Medien

    • 152 Zeit-Seeing
    • 153 Vor 10 Jahren: Der siebte Sinn
    • 154 Mehr KBytes
    • 155 Der C++ Programmierer
    • 156 Beginning JavaScript and CSS Development with jQuery
    • 156 Learning jQuery 1.3

  • Impressum

    • 161 Impressum

  • Vorschau

    • 162 Vorschau

Lob des Hypes


Microsoft ist vor drei Jahren angetreten, Silverlight den Website- Verantwortlichen, Entwicklern und Anwendern als sicheres und auf den meisten Plattformen lauffähiges Browser-Plug-in schmackhaft zu machen. Es war von Anfang an mehr als ein Player für Multimedia-Dateien, bereits auf Basis der zweiten Version gab es viele anspruchsvolle Webseiten.* Die Sicherheit von Silverlight beruht in erster Linie auf einem konsequenten Sandbox-Modell. Für die Betriebs - systemunabhängigkeit sollte auf der Linux-/Unix-Seite Moonlight sorgen, entwickelt von einer Novell-Tochter, die auch für Mono – die Linux-/Unix- Version des .Net Framework – zuständig ist. Dass Microsoft Novell finanziell stark unter die Arme greift, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.


Für Mac OS?X wiederum halten sich die Redmonder selbst für kompetent genug. Silverlight und Moonlight sollten alles für den Ablauf der Applikationen Nötige aus sich selbst heraus beziehungsweise aus eingebettetem .Net-Code bedienen können. Spätestens mit Version?4 von Silverlight gibt Microsoft diese beiden Vorsätze auf. Nach dem Motto „Was kümmert uns unser Geschwätz von gestern“ hebeln die Redmonder das Sandbox-Prinzip aus. Zudem hängen sie die Moonlight-Entwickler durch die Option, künftig innerhalb einer Silverlight-Anwendung über COMObjekte Teile vom Betriebssystem beziehungsweise von anderen Windows- Applikationen verwenden zu können, chancenlos ab. Microsoft wird bei der Mac-Version von Silverlight ebenfalls alt aussehen.


Eine Aushebelung der Sandbox findet beispielsweise statt, wenn der Silverlight- Client auf andere Dateisysteme als das eigene in eingeschränkter Form beziehungsweise auf das des Applikations- Servers zugreifen kann. Microsoft argumentiert, dass der Anwender ja informiert wird und zustimmen muss. Nur, Anwender stimmen immer zu und sei es nur, um ihr Ziel ohne Umwege schnell zu erreichen. Den schreibenden Zugriff auf das Drucker- Device hätte man dagegen noch – als alternativlos und unter dem Sicherheitsaspekt relativ unkritisch – durchgehen lassen können.

Als Karen Corby, Entwicklungsleiterin für Silverlight, auf der diesjährigen „Professional Developers Conference“ in ihrer Session verkündete, dass die Version?4 nun Windows-COM-Objekte ansprechen kann, gab es von der versammelten Entwicklergemeinde Szenenapplaus. Diese von Microsoft ohne Not geöffnete Hintertür ist unter Garantie bald ein riesiges Scheunentor, denn Softwareentwickler sind auch nur Menschen und suchen somit den Weg des geringsten Widerstandes beziehungsweise Aufwandes. Sie werden auf diesem Weg hemmungslos alten und unsicheren C++-Code recyceln. Das war’s dann mit der Interoperabilität; COM-Objekte sind unter Linux/Unix und Mac OS?X schlichtweg nicht vorhanden.


Und was lehrt uns das? Microsoft wurschtelt wieder im alten Stil. Security wird auf den Begriff als solchen reduziert und auf Pappschachteln gedruckt, und Themen wie Interoperabilität entpuppen sich als das, was sie vielleicht schon immer waren – als Feigenblatt, bestenfalls indirekt hilfreich bei Kartellverfahren.


Schade eigentlich um Silverlight…

Wolfgang Möhle

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