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iX 10/2010

Zeitschrift

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Highlights dieser Ausgabe:

  • Facebook-Programmierung
  • Xtext 1.0
  • Augmented Reality
  • Ruby on Rails 3.0
  • CouchDB 1.0
Lieferung: 10-14 Tage
Anbieter: Heise Zeitschriften Verlag
Sprache: Deutsch
EAN: 4038858084169
Veröffentlicht: 23.09.2010
  • Titelseite

    • 1 Software für soziale Netze

  • Editorial

    • 3 Verlesene Rechte

  • Inhalt

    • 4 Inhaltsverzeichnis

  • Leserbriefe

    • 6 Leserbriefe

  • Markt + Trends

    • 8 Spielstärken
    • 9 Nicht nur virtuell
    • 10 Mobilität
    • 12 Open Source
    • 14 World Wide Web
    • 16 Hardware/Embedded Systems
    • 19 Business Software
    • 20 Standardsoftware
    • 21 Multimedia
    • 22 Recht
    • 23 Diverses
    • 24 Internet
    • 25 Sicherheit
    • 26 Datenbanken
    • 28 Softwareentwicklung
    • 28 Systemmanagement
    • 29 Beruf
    • 30 Android-Boom

  • Titel

    • 34 Künstlersozialkassen
    • 38 Kontaktaufnahme
    • 44 Gesichtersammlung

  • Review

    • 48 HTML-Getriebe
    • 52 Ausdrucksmittel
    • 56 Am Puls
    • 64 Perlentaucher
    • 72 Auf Gleis drei
    • 76 Für die Sprachenvielfalt
    • 80 Verteilungsgerechtigkeit
    • 84 Platzsparer
  • Report

    • 88 Lesen revisited
    • 93 Hysterie um "Street View"
    • 96 Bis zum Umfallen
    • 99 Fernwartung
    • 106 Lupenzauber
    • 110 DSL in der Hand
    • 114 Seismologie

  • Wissen

    • 119 Alle zugleich
    • 123 Verschweißt
    • 126 Schminkspiegel

  • Praxis

    • 131 Schemalos
    • 136 Hunde, die bellen...
    • 139 Fast automatisch
    • 145 Archäologe

  • Medien

    • 146 Konnichi wa
    • 147 Vor 10 Jahren: Das Ende des RSA-Patents
    • 148 Mehr KBytes
    • 150 Java und XML
    • 150 XML für Webentwickler
    • 151 iPhone Apps mit HTML, CSS & JavaScript

  • Impressum

    • 161 Impressum

  • Vorschau

    • 162 Vorschau

Verlesene Rechte


Notorische Leser bestehen noch immer auf dem olfaktorischen Aspekt von Büchern und verweigern starrsinnig den Gebrauch eines E-Ink-Displays. Allerdings könnten diese Bibliophilen bald ausgestorben sein, denn die nachwachsende Generation E folgt vielleicht schon in wenigen Jahren dem Slogan: Der Trend zum Zweit-Reader ist ungebrochen. Wobei gleichgültig ist, ob es sich um ein Lesegerät wie die von Amazon, Sony et cetera handelt oder einen Tablet-Rechner, wie er in Kürze an der Kasse des Supermarkts zum Mitnehmen auffordern dürfte.


1995 fing Amazon mit dem Verkauf von Büchern übers Internet an. 1998 erblickten mit dem Rocket ebook und dem SoftBook die ersten beiden E-Lesegeräte das Regallicht. Im zweiten Halbjahr 2010 hat Amazon in den USA erstmals mehr E-Bücher als gebundene Werke (= exklusive Taschenbücher) verkauft – im Verhältnis von 143 zu 100, wie die New York Times berichtete.


E-Bücher haben Vorteile, im Urlaub wie auf Dienstreise: Statt mehrere Kilo im Gepäck mitschleppen zu müssen, reicht das 300 g leichte Lesegerät für fast beliebig viele. Allerdings vorzugsweise von einem Provider, denn bei mehreren einzukaufen und den E-Reader wie das heimische Regal zu nutzen, geht nicht.


Aber Leser wollen in der Regel unabhängig vom konkreten „Store“ sein. Ein böses Wort; nicht Store, sondern unabhängig. Denn gerade die Großen der Branche wie Amazon und Apple legen recht genau fest, wer welches Format bekommt. Insbesondere Amazons Zurückhaltung gegenüber dem beliebten XML-Format Epub wächst sich allmählich gerade bei Fachbuchlesern zu einer „final barrier“ aus, wie es bei ZDNet hieß. Nicht jeder möchte Texte erst mit einem Werkzeug wie Calibre ins Kindle-Format wandeln …

2009 löschte Amazon Orwell-Werke von den Kindles der Anwender. Unabhängig von dem Grund für die Aktion gibt es kein besseres Indiz für das, was die Frankfurter Allgemeine schon vor ein paar Jahren „digitale Rechteminderung“ genannt hat – eine noch schönere Auflösung des Kürzels DRM als die englischen Begriffe Digital Restrictions Management und Richard Stallmans Digital Rights Mismanagement.


Gerade Fachbuchleser wollen Anmerkungen machen, selbst geschriebene Texte einlesen und gekaufte ohne Schwierigkeiten übertragen können. Bei Letzterem kann es sich um Verschenken, Verleihen oder Verkaufen handeln; alles Vorgänge, die beim Buch selbstverständlich sind. Da soll allerdings das genannte DRM vor sein, das nur eine Lizenz zum Lesen vorsieht.


Des Englischen mächtigen Lesern winken unvermutet Vorteile, denn da es eine Preisbindung wie in Deutschland im englischen Sprachraum nicht gibt, können Verlage mit Sonderangeboten die Kaufschwelle heruntersetzen – wie O’Reilly mit dem Ebook Deal of the Day für 9,99 US-$ bei Originalpreisen von 23 bis 33 Dollar.


Selbst wenn sich für E-Bücher ein Abschlag von circa 20 % im Vergleich zum gedruckten Werk durchsetzt, weil die Druckkosten entfallen, fehlt in der Kalkulation die erwähnte Rechteminderung. Trotz des hinkenden Vergleichs wegen der unterschiedlichen Märkte: Hinsichtlich US-Zeitschriften für das iPad häufen sich die Berichte, dass die geforderten Preise zu hoch und Anwender nicht mehr als die Hälfte des Print-Einzelpreises zu zahlen bereit seien. Zeit zum Grübeln.

Henning Behme (hb)

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