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Make 4/2017
MaXYposi Schrittmotorsteuerung, Set mit CPU für 89,90 €*

Make 4/2017

Zeitschrift

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Highlights dieser Ausgabe:

  • Smart Mirror selbst bauen
  • Kontrollpult für MaXYposi
  • Fliegender Superkondensator
  • Sprechende Sortierspardose
  • Spukschlossuhr mit DCF77
  • Platinenbelichter mit UV-LEDs
Lieferung: 1-4 Tage
Anbieter: Maker Media GmbH
Sprache: Deutsch
EAN: 4018837012598
Veröffentlicht: 24.08.2017
  • 3 Editorial

  • 6 Leserbriefe

  • 8 Werkstattberichte Fablab- und Maker-News

  • 12 Kommende Maker Faires Zürich, Linz, Steyr, Bergstraße

  • 13 Lieblingswerkzeug Maker-Steckbrett

  • 14 Schaukampfroboter Ein Akkuschrauber dreht durch

  • 26 Ich durchschau Dich Der Zauberspiegel als individuelle Informationszentrale

  • 38 Community-Projekte Wählscheibe als Eingabegerät, Elektro-Tankstelle, Rollstuhlprojekte

  • 44 ZigBee-Lichtwecker Sanfter kann man nicht erwachen

  • 52 Baubericht Motor-Skateboard Extrem tief gelegt und pfeilschnell

  • 62 Saalflug-Grundlagen Von der Kunst, leicht zu bauen

  • 68 Selbstbau-Stubenfliege(r) Kaum schwerer als ein Insekt

  • 78 Maker-Faire-Nachlese So war Berlin

  • 82 Maker-Faire-Nachlese So wars am Bodensee

  • 84 Holzbank Die lästernde, geldgierige Taschengeld-Spardose

  • 98 Lieblingswerkzeug Bohrschleifer

  • 100 Die Spukschloss-Uhr Damit gruseln Sie sich Atomuhr-genau

  • 108 Platinenbelichter selbstgebaut mit UV-LED

  • 114 Reingeschaut Stabfeuerzeug

  • 116 Plattenspieler-Restaurierung Teil 2 Was man über Nadel und Tonabnehmer wissen sollte

  • 128 Was uns inspiriert Peltier-Kunstwerke, Papiermaschine, Streichholzschiffe

  • 132 MaXYposi Komfort-Bedienpult für manuelle Steuerung

  • 146 Kurzvorstellungen Retro-Spielkonsole, 3D-Druck, Mikrocontroller, Roboter-Baukasten

  • 150 Make-Shop: Bausätze und Gadgets

  • 152 Buchkritiken Calliope, CAD, Wearables

  • 154 Impressum



Die Kunst der Stunde


Setzen Sie sich mal in Ihre (natürlich selbst gebaute!) Zeitmaschine und reisen Sie ein paar hundert Jahre zurück – in die Zeit lange vor Erfindung des Atomreaktors, des Dieselmotors, ja sogar der Dampfmaschine. Wenn Sie sich dann umschauen, gibt es dort bereits raffinierte Automaten zu entdecken, etwa astronomische Uhren, die nicht nur die Uhrzeit, sondern auch die Konstellationen von Planeten und die Wanderung der Sonne durch den Tierkreis anzeigen. Oder Glockenspiele, die zur vollen Stunde Figuren vorbeidefilieren lassen, die mal an Sternstunden der Geschichte erinnern sollen, mal aber auch an die Vergänglichkeit erinnern – wie der plötzlich auftauchende Sensenmann in der gruseligen Wanduhr aus dem Nosferatu-Film mit Klaus Kinski in der Titelrolle. Für all diese Komplikationen – wie in der Fachsprache der Uhrmacher alles heißt, was sich bewegt und nicht direkt der Anzeige von Stunde, Minute oder Sekunde dient – war in früheren Zeiten neben meisterhafter Handwerkskunst, viel Zeit und einer ruhigen Hand auch ein enormes Expertenwissen nötig. Und bei aller Hochachtung vor den Uhrmachern der Vergangenheit: Ich bin mir sicher, wenn diese mit einer Zeitmaschine in die Gegenwart reisen würden, wären sie begeistert über die heute verfügbaren Funkzeit-Empfänger, Quarzwerke, Mikrocontroller, Servos und Zugmagneten als Bausteine. Denn die kapseln die gröbsten Komplikationen auf handhabbare Weise: universell einsetzbar, mit definierten Schnittstellen und dokumentierten Beschaltungspunkten.

Was Maker heute selbstverständlich in der Bastelkiste haben, kann ähnliche Effekte hervorbringen wie die kompliziertesten Mechanismen aus Mittelalter, Renaissance und Barock. Was dabei heute entsteht, ist zwar in der Summe technisch eventuell ähnlich aufwendig wie die Werke der Uhrmacher vor Jahrhunderten, aber für den Erbauer ist der Aufwand deutlich geringer. Und das Know-how dahinter ist auch nicht mehr durch Zunftregeln und Meisterdünkel verschlossen, sondern überall nachzulesen. In dieser Make-Ausgabe etwa ab Seite 100, wo unser Autor Karlheinz Lammer seinen Nachbau der Nosferatu-Uhr aus dem Herzog-Film im Detail beschreibt. Wenn Sie das anregt, Ihre eigene Uhr mit Maker-Komplikationen und Spezialeffekten zu bauen, vielleicht noch dekoriert mit einem bewegten Figurenwerk aus dem 3D-Drucker oder Lasercutter, dann freut uns das – wie immer aber noch mehr, wenn Sie uns auch Bilder oder Videos davon schicken. Damit wir wissen, was gerade die Stunde geschlagen hat.

Peter König


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