IT-Zeitschriften, Fachbücher, eBooks, digitale Magazine und vieles mehr - direkt im heise shop online kaufen
Warenkorb Ihr Warenkorb ist noch leer.
10,90 €*
> Als PDF für 9,99 €* kaufen

Make 4/2018

Zeitschrift

Bewerten Sie dieses Produkt als Erster

Highlights dieser Ausgabe:

  • So einfach nutzen Sie ePaper, OLED, TFT, LCD mit Arduino
  • Alles über Mini-Displays
  • Plus Bauprojekt: Edle Leuchtziffern-Uhr mit LEDs
  • Schweißen für Einsteiger
  • Test: 3D-Druck-Fräsen-Cutter
  • Das richtige Gratis-CAD-Tool für Ihr Projekt
Lieferung: 1-4 Tage
Anbieter: Maker Media GmbH
Sprache: Deutsch
EAN: 4018837017319
Veröffentlicht: 16.08.2018
    • 3 Editorial

    • 6 Leserbriefe

    • 8 Werkstattberichte: Neues aus der Szene, Termine, Comic

    • 10 Maker Faire Hannover am 15. und 16. September

    • 14 Maker-Faire-Nachlese: Aurich und Halle

    • 16 Wettbewerb: Projekte mit Feuchtigkeitssensor entwickeln

    • 18 Lieblingswerkzeug: Selbst gebrautes Flussmittel

    • 20 LED-Nixies

    • 26 Anzeigen am Arduino

    • 34 Akkuschrauberrennen 2018

    • 42 Was uns inspiriert: KI-Fotodrucker, tanzender Roboter, Riffe aus dem 3D-Drucker

    • 46 Daten übertragen mit LoRaWAN

    • 54 Fritz!Box: Türklingel mit Arduino

    • 58 Make Family: Turnbeutel mit Leuchtzeichen

    • 68 Smartphone als Fernsteuerung
    • 76 Aus Frankensteins Labor: Jakobsleiter

    • 82 Community-Projekte: Arduino-Popcornmaschine, Raspi-Koffer, Funkwecker

    • 88 Reingeschaut: IM-me Messenger

    • 90 Gratis-CAD für Maker

    • 98Einführung ins WIG-Schweißen

    • 108Alleskönner Snapmaker

    • 112CNC für 200 Euro

    • 120Abgas-Reinigungsanlage

    • 126Schneiden und gravieren

    • 136Lieblingswerkzeug: Steckboardplatine

    • 138Kurzvorstellungen: Odroid Go, KiCad 5, Glowforge, 3D SIMO Mini 2, JoyWarrior56FR1, Zynthian, Bionik-Experimentierkasten, TinkerForge Bricklets, Infento, Schweiß-Fix

    • 142Bücher: Calliope mini, Blender, ESP32, Computer für Kinder, OpenRobots

    • 144Impressum

    • 146Vorschau Make 5/18



Kognitive Dissonanz


Kürzlich haben wir einen Artikel über die kostenlose PC-Programmierumgebung Processing online veröffentlicht (siehe Artikel auf Seite 68).

Processing ähnelt sowohl in der Optik als auch der Syntax der Arduino-IDE und erleichtert mit intuitiven Befehlen auch Nicht-Informatikern den Einstieg in das Entwickeln von PC-Anwendungen (und auch Android- Apps) mit grafischer Oberfläche.

Was eigentlich eine tolle Sache ist, stößt dennoch aber so manchem sauer auf: Das sei alles viel zu einfach, schreiben einige im Artikel-Forum. Wenn man so schnell zu Erfolgserlebnissen käme, gehe doch die Motivation flöten, richtig programmieren zu lernen. Und statt fertige Line-Befehle zum Zeichnen einer Linie zu verwenden, soll man sich doch lieber mit dem Bresenham-Algorithmus auseinandersetzen und die Linie Pixel für Pixel selber malen. Echt jetzt? Eine ähnliche Kritik hört man auch immer wieder, wenn „gestandene Bastler“ auf Projekte der Maker-Szene treffen: alles niveaulos, zusammengefrickelt und vor allem „alt“. Warum reagieren sonst umgängliche Menschen so?
Der Auslöser derartiger Schmähungen ist die aus der Psychologie bekannte „kognitive Dissonanz“. Sie tritt etwa dann auf, wenn ein Mensch eine seinem Selbstbild widersprechende Information erhält, beispielsweise wenn ein anderer Maker die von einem selbst in Wochen mühsam programmierte Visualisierung von Messdaten viel leichter und schneller mit Processing gelöst hat. Dieses „Ich hab mich gequält und der nicht“ führt zu einem als „unangenehm empfundenen Gefühlszustand“, vulgo einer inneren Spannung. Um diese Dissonanz aufzulösen, reagieren manche Menschen damit, indem sie ihr Verhalten anpassen und künftig ebenfalls Processing nutzen. Andere Menschen reagieren darauf, indem sie die Arbeit anderer kritisieren und – wie hier – den Nutzen von Processing abwerten.

Warum erzähle ich das alles? Weil Make als Magazin für Angewandte Küchenpsychologie und Empirie (Scherz!) stets versucht, Dinge und Zusammenhänge zu erklären. Und eine Erklärung, warum man als Maker nicht immer auf Wohlwollen stößt, hilft bei der Einschätzung der Kritik.

Und den Kritikern hilft es künftig vielleicht auch – denn nun wissen sie ja, dass sie eine Alternative zur Kritik haben.

Daniel Bachfeld

Um bewerten zu können, melden Sie sich bitte an
alle anzeigen Artikel aus diesem Heft als PDF einzeln kaufen