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Make 5/2017

Zeitschrift

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Highlights dieser Ausgabe:

  • Arduino-Laser-Spielekonsole
  • Gesichter identifizieren mit Pi
  • Dual-Core-Hack für Arduino
  • Schnitzeljagd mit UV-Licht
  • Laura Kampf: YouTube als Beruf
  • Grundlagen: Digital-Analog-Wandler
Lieferung: 1-4 Tage
Anbieter: Maker Media GmbH
Sprache: Deutsch
EAN: 4018837012604
Veröffentlicht: 19.10.2017
  • 3 Editorial

  • 6 Leserbriefe

  • 8 Werkstattberichte Fablab- und Maker-News

  • 11 Nachlese Das siebte Heft

  • 12 Maker Faires in diesem Jahr

  • 13 Lieblingswerkzeug Messstativ

  • 14 Leserumfrage Ergebnisse und Gewinner

  • 16 Vektorgrafik auf dem Oszilloskop

  • 28 Lasershow als Riesenspiel

  • 40 Digital-Analog-Wandler PWM, R2R und integriert

  • 50 Was uns inspiriert Mindstorms-Kunst, Platinen-Recycling

  • 54 Fahrende Mülltonne mit Fernsteuerung und Sprachausgabe

  • 62 Portrait Laura Kampf Jede Woche ein Projekt

  • 68 Fotoleuchten aus PC-Monitoren

  • 76 Reingeschaut Wärmezähler

  • 78 UV-Experimente Die dunkle Seite der Nacht

  • 88 Analog-Synthesizer nach Minimoog-Vorbild

  • 96 Community-Projekte Mixtape, Arduino-Experimentierbox, Photometer

  • 102 MagicMirror Gesichtserkennung trainieren

  • 114 Maker Faires in Hannover, Zürich und Bergstraße

  • 122 Lieblingswerkzeug Dampfsperren-Klebeband

  • 124 Arduino-Zweitkern Seriell-Chip als Hilfs-CPU

  • 132 MaXYposi Kontrollpult im Einsatz

  • 140 Kurzvorstellungen Laserscanner, 3D-Drucker, Mikrocontroller

  • 144 Buchkritiken Arduino-Einstieg, Lasercutten, neuronale Netze

  • 146 Impressum



Die Revolution frisst ihre Kinder


Kurz vor der World Maker Faire in New York hat Arduino angekündigt, zwei neue Boards präsentieren zu wollen. Alle waren gespannt, was nach der Beilegung des Streits zwischen Arduino SLR und Arduino LLC da wohl für tolle neue Arduinos kommen würden. Und was denn nun aus der geplanten Arduino Foundation werden würde. Was Massimo Banzi dann präsentierte, waren je ein langweiliges Board mit LongRangeWAN (LoRA) und eines mit GSM (siehe Seite 141), beide mit einem ARM-Controller von Atmel. Bereits in der Vergangenheit hat Arduino viele Boards vorgestellt, die entweder völlig am Bedarf vorbeientwickelt wurden (Leonardo, Yun, Zero) oder von anderen Anbietern längst zu viel günstigeren Preisen zu haben waren. Momentan läuft etwa der ESP8266 den Originalen den Rang ab. Hinzu kommt Kritik aus der Community, Arduino löse sich von seinen Wurzeln der Open Hard- und Software und versuche, in den Industriebereich vorzustoßen. Dabei hat Arduino vor mehr als 10 Jahren eine Revolution ohnegleichen angestoßen, die gewissermaßen eine tragende Säule der Maker-Bewegung ist. Einfache, robuste, offengelegte Boards, einfach zu bedienende freie Software, vergleichsweise leicht zu programmierende Sketches.

Es entstand ein Ökosystem, das sich auch in Bereiche ausbreitete, die nicht per se mit Informatik und Elektronik zu tun hatten, sondern mit Kunst, Design und Handwerk. An diesem Ökosystem und seiner Community orientiert sich heute sogar die Industrie mit Rapid-Prototyping-Lösungen. Wer nicht Arduino-kompatibel ist, braucht den Markt gar nicht erst zu betreten. Die gemeinsame Schnittmenge sind die IDE und die Pin-Belegung der Shields. Doch auch bei der IDE gibt es keine echten Fortschritte mehr. Die Oberfläche sieht noch so aus wie in Version 0013 vor knapp 12 Jahren. Weder an der grafischen Gestaltung, dem Funktionsumfang, der Übersichtlichkeit noch dem Komfort hat Arduino wesentlich weitergearbeitet. Die Gründe für den Innovationsstau sind neben den jahrelangen Streitereien der ursprünglichen Gründer wohl auch mangelnde Finanzen. Ich würde mir wünschen, dass Arduino künftig nicht einfach nur noch für einen Standard steht, sondern mal wieder für echte Innovationen sorgt, nach denen sich andere strecken müssen.

Daniel Bachfeld


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