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(Nah)Sprechen - (Fern)Sehen: Kommunikativer Alltag in der DDR

Wandel dörflicher Gemeinschaften unter dem Einfluss technischer und gesellschaftlicher Veränderungen
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'Der Konsum war ein Treffpunkt. (...) Wer was Neues wissen wollte, der ist Einkaufen gekommen.' / '(...) das macht ja auch eine dörfliche Gemeinschaft aus, dass keiner alleine ist. Das mag einem manchmal auf die Nerven gehen, dass jeder alles weiß, aber man ist ja auch aufgehoben in so einer... > mehr
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'Der Konsum war ein Treffpunkt. (...) Wer was Neues wissen wollte, der ist Einkaufen gekommen.' / '(...) das macht ja auch eine dörfliche Gemeinschaft aus, dass keiner alleine ist. Das mag einem manchmal auf die Nerven gehen, dass jeder alles weiß, aber man ist ja auch aufgehoben in so einer Gemeinschaft.' / 'Und ich glaube, die Hauptinformation geschieht noch sonntags nach der Kirche, beim kurzen Schwatz.' / Im Mittelpunkt des Buches steht die Frage nach der Mediatisierung des kommunikativen Alltags der Menschen in einer dörflichen Gemeinschaft. Die Autoren betrachten den (Medien-)Alltag von Menschen in einem Thüringer Dorf zur Zeit der DDR, in der Wende-Zeit und bis in die jüngste Vergangenheit. Welche Auswirkungen haben gesellschaftliche und technische Entwicklungen für einen dörflichen Kommunikationsraum? In welchem Verhältnis steht Dorföffentlichkeit zu anderen Kommunikationsräumen, wie z.B. der Familie? Die alltäglichen medialen und kommunikativen Aneignungs- und Anpassungsstrategien werden untersucht. Bedeutet eine telefonarme Gesellschaft eine kommunikationsarme Gesellschaft? In welchem Verhältnis steht die medial erlebte Welt in den Westmedien zur alltäglich erlebten DDR-Realität? Verhindern, stabilisieren bzw. ergänzen Medien direkte, unmittelbare Kommunikation? Letztlich: Ist über die vielschichtigen Veränderungen der Jahre 1989/90 hinweg eine relative Kontinuität des Kommunikationsraumes Dorf festzustellen?
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