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Technology Review 01/2010

Zeitschrift

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Highlights dieser Ausgabe:

  • Smarte Stromzähler: Abschied von der Blackbox
  • Zahnersatz: Schneller, besser, billiger
  • Fokus: Die Wissenschaft vom Wohlgeruch
  • Geldverkehr: Sicher zahlen
Lieferung: 10-14 Tage
Anbieter: Heise Zeitschriften Verlag
Sprache: Deutsch
EAN: 4038858084190
Veröffentlicht: 21.01.2010

LIEBE LESERINNEN UND LESER,


GESCHICHTENdarüber, was sich an der Uni heute so tut, höre ich eigentlich immer gern. Doch seit ein, zwei Jahren quittiere ich das, was die Töchter und Söhne meiner Freunde erzählen, nur noch mit ungläubigem Staunen. Von Montag bis Freitag Pflichtveranstaltungen mit Anwesenheitskontrolle? Und jedes Wochenende büffeln für die nächste Klausur? „Warum lasst ihr euch das gefallen?“, habe ich im Stillen oft gefragt. Mit der Duldsamkeit hat es nun ein Ende. Seit dem letzten Sommer begehren Studenten in ganz Deutschland und in Österreich auf gegen handfeste Missstände und Fehlentwicklungen, die so offenkundig sind, dass selbst den Verantwortlichen nichts anderes übrig bleibt, als ihr Versagen einzugestehen: Der Bologna-Prozess, das an sich gute Vorhaben, Studiengänge in Europa zu harmonisieren, ist in Deutschland gründlich missraten. Studierende aller Fachrichtungen stöhnen unter der Last völlig verschulter Bachelor-Studiengänge; viele kehren der Universität demotiviert den Rücken. Besonders in den technisch-wissenschaftlichen Fächern entfalten die hohen Abbrecherquoten eine fatale Wirkung.


Technology Review berichtet in Teil 4 seiner Serie „Technische Bildung“ ab Seite 44 über die Sorgen von Unternehmen angesichts des immer spärlicher werdenden Ingenieur-Nachwuchses.

Die nächsten Monate werden zum Lackmustest für politische Glaubwürdigkeit. Ich bin neugierig, ob es den Studenten gelingt, den Druck aufrechtzuerhalten und den Verantwortlichen in Bund und Ländern eine Veränderung zum Positiven abzuringen. Die Industrie braucht dringend kluge Köpfe: Im globalen Wettbewerb um technische Innovation nimmt Deutschland nur noch einen mittleren Rang ein. Da reicht es nicht, wie der Sprecher eines Wirtschaftsverbands kürzlich treffend bemerkte, „der Beste unter den Sitzenbleibern zu sein“.


Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen Ihr

Manfred Pietschmann

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