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Technology Review 05/2010

Zeitschrift

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Highlights dieser Ausgabe:

  • Neue Serie: Unternehmer werden - aber richtig!
  • Energie: Kohle nutzen ohne Bergbau
  • Medizin: Cholesterin gegen Alzheimer
  • Breitensport: Fit durch digitale Trainer
Lieferung: 10-14 Tage
Anbieter: Heise Zeitschriften Verlag
Sprache: Deutsch
EAN: 4038858084237
Veröffentlicht: 20.05.2010

LIEBE LESERINNEN UND LESER,


AN WEISUNGEN wie „Jetzt rechts abbiegen“ hat man sich ja inzwischen gewöhnt – die sprachgestützte Navigationshilfe ist aus dem Auto nicht mehr wegzudenken. Aber neuerdings muss ich mir auch Kritik gefallen lassen: „Du bist zu langsam.“ Na toll!


Nein, da fordert mich keiner zum Rasen auf, sondern sagt mir, dass ich es beim Joggen zu locker angehen lasse. Die Stimme aus dem Kopfhörer kommt von einem Messgerät, das ich beim Laufen trage. Es kann aus meinem Puls untrüglich schließen, ob ich mich in dem Anstrengungsbereich befinde, der einen optimalen Trainingseffekt verspricht.


Was auf den ersten Blick nur aussieht wie ein neuer Marketing-Dreh in der Ausrüstungsspirale der Sportindustrie, erweist sich bei näherem Hinsehen als überraschend nützlich. Denn der digitale Coach liefert Hobbysportlern erstmals Informationen, über die bisher nur gut betreute Profis verfügten. Ausgestattet mit raffinierter Software, erlauben die neuen Trainingshilfen ihren Benutzern, den eigenen Leistungsstand zu analysieren und zu verbessern – in Echtzeit und auf Basis moderner Sportwissenschaft. Lesen Sie im Fokus ab Seite 61, wie rasant neue technische Entwicklungen in IT, Sensorik und Simulation den Breitensport verändern – und sogar den Profis zur Höchstleistung verhelfen.

Dass von diesen Möglichkeiten sogar Senioren profitieren können, findet in der Geriatrie zunehmend Beachtung. Sport – kontrolliert ausgeübt – beugt altersbedingten Krankheiten vor, beispielsweise Alzheimer. Doch das Verständnis gerade dieses tückischen Leidens ist immer noch nebulös. Der amerikanische Psychiater George Bartzokis geht seit Jahren Hinweisen nach, die für ein völlig neues Entstehungsmodell sprechen. Doch davon will die etablierte Alzheimerforschung wenig wissen. In unserer Fallstudie ab Seite 42 lesen Sie beispielhaft, wie Forscherarroganz und Eigeninteresse den Erkenntnisgewinn ausbremsen können.


Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen Ihr

Manfred Pietschmann

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