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Telepolis special Mensch+ 01/2012

Zeitschrift

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Highlights dieser Ausgabe:

  • Auf dem Weg zum Cyborg
  • Kinderwunsch und Designerbaby
  • Synthetische Biologie
  • Wir und die Mikroben
  • Wettlauf der Neuronenstürmer
Lieferung: 1-4 Tage
Anbieter: Heise Zeitschriften Verlag
Sprache: Deutsch
EAN: 4038858088693
Veröffentlicht: 11.02.2012

Human Enhancement wird das nächste große Ding nach der IT-Revolution. Das Telepolis-Heft "Mensch+" zeigt auf, welche Technologien dafür entwickelt werden und beschreibt die Auswirkungen auf Mensch und Gesellschaft.


Körper

Jahrhundertelang hat die Medizin nur geheilt, heute forschen die Labors an einer Fortführung der Evolution mit technischen Mitteln: Genbaukasten, Roboter-Ersatzteile, Stammzellen, Individualmedizin.


  • Auf dem Weg zum Cyborg
    Ersatzteile für den menschlichen Körper
    Matthias Gräbner

  • „Unsterblichkeit ist durchaus denkbar!“
    Andreas Eschbach im Gespräch
    Harald Zaun

  • Kinderwunsch und Designerbaby
    Welche Haut-, Augen- und Haarfarbe hätten Sie denn gerne für Ihr Baby?
    Andrea Naica-Loebell

  • Personalisierte Medizin
    Jeder Mensch ist unterschiedlich, die Medizin von morgen ebenso
    Laurin Rötzer

  • Synthetische Biologie
    Leben erschaffen nach dem Lego-Prinzip
    Matthias Gräbner

  • Zelluläre Universaltalente und Ersatzorgane
    Möglichkeiten und Gefahren der Stammzellenforschung
    Andrea Naica-Loebell

  • Die Telemedizin boomt
    Diagnose und Behandlungsanleitungen aus der Ferne
    Ulrike Heitmüller

  • Wir und die Mikroben
    Der menschliche Körper als Wirt für Milliarden Gäste
    Florian Rötzer


Kopf

Das Gehirn entzieht sich bislang der Entschlüsselung: Computersimulationen scheitern, Neuroimplantate sind wie Stochern im Nebel. Wir nähern uns dem Stand der Forschung mit Beiträgen über Neurochirurgie, Designer-Drogen und der Frage nach dem freien Willen.


  • Risiko Neuroimplantate
    Gehirn-Operationen an wachen Patienten
    Matthias Becker

  • Das aufgerüstete Gehirn
    Die Forschung am Hirn-Computer-Interface
    Thorsten Stegemann

  • Leistungsbereit in die berauschte Zukunft
    Die chemische Optimierung des Alltags
    Jörg Auf dem Hövel

  • Freiheit und der Blick ins Innerste des Menschen
    Ein Plädoyer für den freien Willen
    Stephan Schleim

  • Wer entscheidet?
    Der freie Wille
    Thorsten Stegemann

  • Christentum 2.0
    Das globale Gehirn als werdender Gott
    Peter Mühlbauer

  • Und morgen ein iPhone im Kopf?
    Gespräch mit dem Philosophen Thomas Metzinger
    Reinhard Jellen

  • Wettlauf der Neuronenstürmer
    Die Simulation des Gehirns lässt trotz viel Ehrgeiz und Milliardenausgaben auf sich warten
    Raúl Rojas


Kultur

Evolution 2.0 hat schon heute Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben. Schönheits-operationen sind nicht mehr nur Promis vorbehalten und fördern das Bild des eigenen unzulänglichen Körpers. Zudem entsteht zunehmend das Sozialproblem Langlebigkeit.


  • Von der Synästhesie zur Exo-Evolution
    Technik beschleunigt und überholt die natürliche Evolution
    Peter Weibel

  • Der Mensch – ein biologisches Auslaufmodell?
    Von der Anthropologie zu einer Technikphilosophie
    Goedart Palm

  • Schöner neuer Mensch
    Wie die Schönheitschirurgie die Mode verändert
    Barbara Vinken

  • Welcome to the Machine
    Der Roboter im aktuellen Hollywood- und Bollywood-Kino
    Stefan Höltgen

  • „Meiden Sie prominente Schönheitsmediziner!“
    Gespräch mit dem Medizinsoziologen Hans Weiss
    Reinhard Jellen

  • Das Fremde im Körper
    Gespräch mit dem Sozialpsychologen Oliver Decker
    Matthias Becker

  • Methusalems Erben
    Wie die Medizin die Lebensspanne des Homo sapiens verlängert
    Harald Zaun

  • Der Übergang des Abendlandes
    Wie geht es weiter beim Umbau des menschlichen Organismus
    Peter Glaser

Liebe Leserin, lieber Leser,


die Fluchtgeschwindigkeit der Erde ist ein wichtiger Grenzwert, bei dem ein Gegenstand unwiderruflich seine Heimat verlässt und in die Weiten des Alls entschwindet.


Was das Verhältnis der Menschen zu ihrem Körper angeht, so nähern wir uns rasant einer solchen Fluchtgeschwindigkeit. Noch haben wir erst abgehoben und es scheint alles fast wie immer zu sein, weil wir die rasanten Veränderungen durch die Technik gar nicht in vollem Ausmaß realisieren. Doch das Paradigma von einem natürlichen Körper, der bis zum Tod bleibt, wie er ist, haben wir im Grunde schon längst verlassen.


An unzähligen chirurgischen, technischen, genetischen oder pharmakologischen Baustellen wird fieberhaft daran gearbeitet, den natürlichen Körper – gerne auch etwas verächtlich Wetware genannt – zu reparieren, zu erweitern oder auch gleich ganz zu ersetzen – IT-Revolution war gestern.

Diese Veränderungen greift Telepolis in diesem Sonderheft auf, zieht Schlüsse und benennt die individuellen und gesellschaftlichen Folgen. Beiträge von bekannten Autoren geben einen Einblick in die Arbeit am Körper, die erreichten Erfolge, die nächsten Ziele und Motive.


Ich hoffe, dass Sie nach der Lektüre des Heftes mit uns der Meinung sind, dass wir uns von der traditionellen Anthropologie und den mit ihr verbundenen Körperbildern trennen müssen. Mit Verboten und Strafen wird gegenwärtig auf politischer Ebene versucht, dieses Körperbild zu erhalten. Wir sollten hingegen eine Anthropologie des Entwerfens entwickeln, die zeigt, wie der Mensch und seine Verkörperung sein könnte. Mehr denn je ist das Menschsein ein Abenteuer mit offenem Ausgang.

Florian Rötzer

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