IT-Zeitschriften, Fachbücher, eBooks, digitale Magazine und vieles mehr - direkt im heise shop online kaufen
Warenkorb Ihr Warenkorb ist noch leer.
74,00 €*

"Was trennt die Spreu vom Weizen?"

Konzeption und empirischer Test eines inhaltsanalytischen Instruments zur Messung von Vertrauen in öffentliche Kommunikation
eBook

Bewerten Sie dieses Produkt als Erster

Magisterarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Medien, Kommunikationswissenschaft, Publizistik, Note: 1,0, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Sozial- und Verhaltenswissenschaften), Sprache: Deutsch
Sofortige Lieferung
Autor: Kathrin Klietsch
Anbieter: DIPLOM.DE
Sprache: Deutsch
EAN: 9783832440503
Format: PDF
Schutz: DRMfrei Diese Digitale Ausgabe ist ohne DRM-Schutz.
Inhaltsangabe:Einleitung: Zweifelsohne existiert er auch im Journalismus " der sprichwörtliche kleine, aber feine Unterschied. Keine Tageszeitung, Zeitschrift oder Nachrichtensendung gleicht der anderen. Egal ob Tagesschau, Spiegel, TLZ oder FAZ " was über Gesundheitsreform, Elite-Unis, Arbeitslosigkeit usw. berichtet wird, unterscheidet sich formal und inhaltlich mehr oder minder offensichtlich von Medium zu Medium. Die Entscheidung eines Lesers oder Zuschauers für diese oder jene Tageszeitung oder Nachrichtensendung basiert auf genau diesen Unterschieden. Meist greift er auf solche Zeitungen und Sendungen zurück, welche er bereits kennt, die ihm also längst vertraut sind und die im Unterschied zu anderen am ehesten seinen subjektiven Erwartungen gerecht werden. Diese Erwartungen orientieren sich an einer Vielzahl von Kriterien. Während für den Einen in erster Linie die objektive, vielseitige und umfassende Berichterstattung im Vordergrund steht, spielt es für den Anderen eine größere Rolle, immer "über den neusten Stand der Dinge" informiert zu werden, möglichst detaillierte und wahrheitsgetreue Informationen zu erhalten. Aus der jeweils spezifischen Zusammensetzung all dieser Kriterien ergibt sich beim Rezipienten eine Einschätzung des konkreten Mediums, welche sich unter dem Begriff des Vertrauens fassen lässt. In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen: Basieren diese Unterschiede im Rezipienten-Vertrauen auch auf wahrnehmbaren Unterschieden der Medien selbst, was ihre Inhalte und Gestaltung anbelangt? Anders ausgedrückt: Läßt sich die subjektive Vertrauenseinschätzung der Leserschaft auch im Inhalt einer Zeitung wiederfinden? Womit lassen sich die unterschiedlichen Vertrauenszuschreibungen einzelner Medien sonst plausibler erklären als anhand konkreter Unterschiede in deren Berichterstattung? Schließlich beziehen sich die angenommenen Kriterien, anhand derer der Rezipient sein Vertrauensurteil fällt, vordergründig auf das, was er Tag für Tag liest oder im Fernsehen präsentiert bekommt " sprich den Inhalt selbst. Erst eine Gegenüberstellung der Einschätzungen bestimmter Medien und einer tiefgründigen Auseinandersetzung mit deren Inhalten vermag Antworten auf zumindest einige dieser Fragen zu finden. Genau dies ist das Thema der vorliegenden Arbeit: das Vertrauen in Journalismus. Damit ist gleichermaßen Vertrauen in öffentliche Kommunikation erfasst. Journalismus stellt der Öffentlichkeit Informationen zur Verfügung, welche damit zugleich zu Bestandteilen der öffentlichen Kommunikation werden. Bringt der Rezipient diesen jour nalistisch vermittelten Informationen sein Vertrauen entgegen, so vertraut er gleichzeitig in öffentliche Kommunikation. Ein Hauptinteresse der Wissenschaft liegt bei der empirischen Auseinandersetzung mit Vertrauen auf der Frage nach dessen bestmöglicher Messbarkeit. Bisher erfolgte der empirische Nachweis primär bei den Vertrauenssubjekten, d. h. den Rezipienten. Über getestete Skalen lässt sich direkt beim Rezipienten erfragen, inwiefern seine Erwartungshaltungen vom Journalismus erfüllt wurden und er die Medienberichterstattung als vertrauenswürdig einschätzt. Rezipientenaussagen können hierbei auch miteinander verglichen werden, genauso wie Vertrauensunterschiede zwischen einzelnen Medien offengelegt werden können. Die Befragung ist demzufolge scheinbar die geeignetste Möglichkeit, subjektive Vertrauenszuschreibungen bzw. Einstellungen zu erfassen. Eine Analyse manifester Inhalte in Form journalistischer Zeitungsbeiträge wurde bislang ausgeblendet. Genau einem solchen Versuch einer inhaltsanalytischen Operationalisierung von Vertrauen in öffentliche Kommunikation bzw. Journalismus widmet sich die vorliegende Arbeit. Die theoretische Basis bildet hierfür der systemtheoretisch fokussierte Ansatz von Kohring (2003). Demnach setzt sich Vertrauen aus vier verschiedenen Vertrauensdimensionen zusammen, welche wiederum in ihrer Bezeichung jeweils eine journalistische Selektionsleistung spezifizieren. Diese sind das Vertrauen in Themen und Faktenselektivität, in Richtigkeit und explizite Bewertungen. Mit diesem Ansatz wird die Komplexität des Untersuchungsgegenstandes bisher am erfolgversprechendsten eingefangen. Außerdem stellt er eine Operationalisierungsgrundlage für die beabsichtigte Inhaltsanalyse zur Verfügung. Das als Beispiel zu untersuchende Thema ist hierbei die Berichterstattung über Arbeitslosigkeit. Das konkret zur Anwendung gekommene Messmodell wurde im Rahmen des DFG-Projektes "Vertrauen in Medien" an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (vgl. Kohring 2003) erstmals empirisch über Befragungen getestet und validiert. Die Spezifik der vorliegenden Arbeit besteht in den folgenden zwei Anliegen: Zum einen in der Suche nach inhaltlichen Vertrauensindikatoren und zum anderen in der Validierung dieser Indikatoren anhand einer Befragung. Im Zentrum des Erkenntnisinteresses der vorliegenden Arbeit steht demnach die Diskussion der Eignung der Inhaltsanalyse konkret für den Untersuchungsgegenstand Vertrauen in Journalismus. Die Arbeit gliedert sich in insgesamt sieben Kapitel. In den ersten drei Kapiteln werden die theoretischen Grundlagen für die inhaltsanalytische Auseinandersetzung mit Vertrauen dargelegt. Dabei sollen im ersten Kapitel in hinreichender Form sowohl die Entwicklung als auch die unter methodischen Gesichtspunkten zentralen Defizite der bisherigen Forschung zum Medienvertrauen vorgestellt werden. In Abgrenzung davon werden als Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit der Forschungsansatz zum Vertrauen in Journalismus und dessen Kernelement, die vier Vertrauensdimensionen, näher beleuchtet. Daraus leitet sich auch die zentrale Fragestellung dieser Arbeit ab. Einer knappen Auseinandersetzung mit den methodologischen Grundlagen und Grenzen der Inhaltsanalyse im Kapitel 2 folgt die Darlegung der theoretischen Fundierung der Vorgehensweise dieser Arbeit (Kapitel 3). Letztlich gilt es daran zu prüfen, ob es tatsächlich möglich und sinnvoll ist, der inhaltsanalytischen Methode für dieses Thema einen größeren Stellenwert in der Diskussion darüber zuzuweisen, als ihr bisher zuteil wurde. Im Anschluss folgen die Darlegungen des empirischen Teils. Aus der Anbindung an eine Befragung auf der Ebene der Operationalisierung von Vertrauensindikatoren ergibt sich ein spezifisches Untersuchungsdesign. Da die Befragung auch zur Validierung der inhaltsanalytischen Ergebnisse herangezogen werden sollte, ergeben sich gleichermaßen Konsequenzen für die Zusammensetzung der beiden Stichproben. Diese werden im Kapitel 4 eingehender vorgestellt. Besondere Beachtung wird dem Vorgehen bei der inhaltsanalytischen Operationalisierung der Zuschreibungskategorie Vertrauen geschenkt (5. Kapitel). Es ist anzunehmen, dass sich diese Aufgabe insbesondere für eine Analyse von (journalistischen) Inhalten als schwierig darstellt und macht demzufolge eine besondere Ausführlichkeit der Darstellungen erforderlich. Im Rahmen des 6. Kapitels folgt dann die Darstellung der Analysestrategie und der Ergebnisse. Im Fazit wird die eingangs formulierte Forschungsfrage wieder aufgegriffen und versucht, aus einer ersten Evaluation der hier durchgeführten Untersuchung Konsequenzen für daran anknüpfende, inhaltsanalytische Forschungsvorhaben zu diesem Thema abzuleiten. Inhaltsverzeichnis: Abbildungs- und Tabellenverzeichnis.IV Einführung1 ITHEORETISCHER TEIL4 1.Vertrauen in öffentliche Kommunikation4 1.1Forschungsüberblick4 1.2Theorie des Vertrauens in Journalismus aus systemtheoretischer Sicht12 1.3Zielsetzung der Arbeit18 1.4Zwischenfazit20 2.Methodologische Aspekte der Inhaltsanalyse21 2.1Kennzeichen der Methode21 2.1.1Gütekriterien24 2.1.2Methodologische Restriktionen27 2.2Operationalisierbarkeit von Vertrauen29 2.3Zwischenfazit31 3.Theoretische Aspekte des methodischen Vorgehens32 3.1Ausgangspunkt: Befragung zum Vertrauen in öffentliche Kommunikation32 3.2Grundlagen einer empirischen Validierung von Vertrauen36 3.3Zwischenfazit38 IIEMPIRISCHER TEIL39 4.Untersuchungsdesign und methodisches Vorgehen39 4.1Anknüpfung einer Inhaltsanalyse an eine Befragung39 4.2Stichprobe der Befragung41 4.3Stichprobe der Inhaltsanalyse43 4.4Reliabilitätsprüfung für die Inhaltsanalyse44 5.Operationalisierung der Vertrauensdimensionen46 5.1Kategorienfindung46 5.2Exkurs: Vertrauen und Qualität48 5.3Indikatoren für Themenselektivität50 5.4Indikatoren für Faktenselektivität55 5.5Indikatoren für Richtigkeit von Beschreibungen61 5.6Indikatoren für journalistische Bewertungen67 6.Ergebnisse73 6.1Ergebnisse für Themenselektivität75 6.2Ergebnisse für Faktenselektivität79 6.3Ergebnisse für Richtigkeit83 6.4Ergebnisse für Bewertungen86 6.5Ergebnisse für das Gesamtkonstrukt Vertrauen90 6.6Validierung der Inhaltsanalyse91 7.Zusammenfassung und Ausblick97 Literaturverzeichnis103 Anhang113 Ehrenwörtliche Erklärung
Um bewerten zu können, melden Sie sich bitte an