c't 15/2011

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Highlights:
  • Dinge drucken in 3D
  • Notebook-Service
  • Herr der eigenen Daten
  • Mikroelektromechanik
  • iPhone geknackt
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Inhaltsverzeichnis

Dinge drucken in 3D

Sie wollen etwas haben, das es nicht zu kaufen gibt? Konstruieren Sie es doch am PC! Wenn das 3D-Modell aussieht, wie es soll, schicken Sie es per Internet zu einem Dienstleister, und wenige Tage später halten Sie Ihr Werk in Händen. (Seite 84)


Notebook-Service

Wenn das Notebook streikt, kommt der Frust: teure Hotlines, inkompetente Ansprechpartner, langsame Werkstätten. Doch einige Hersteller reparieren durchaus zuverlässig – das zeigen die Ergebnisse unserer Leser-Umfrage. (Seite 78)


Herr der eigenen Daten

An Federn schwingend aufgehängte Massen, so winzig, dass man sie nur unter dem Elektronenmikroskop erkennen kann: Der Beschleunigungssensor ist nur eines der mikromechanischen Wunderwerke, die aktuelle Smartphones oder Spielesteuerung à la Wii erst möglich machen. (Seite 130)

Mikroelektromechanik

WLAN-Passwörter, VPN-Zugänge, Adressbuch, E-Mail … das alles fällt einem Dieb oder Finder in die Hände, wenn er ein iPhone in die Finger bekommt. Der Passcode und die Verschlüsselung von Apple sind nämlich kein ernstzunehmendes Hindernis. (Seite 106)


iPhone geknackt

E-Mails, Termine, Kontakte und Notizen bleiben auf allen Geräten stets synchron – wenn man all seine Daten Google oder Apple anvertraut. Wem das suspekt ist, der betreibt einfach seinen eigenen Server. Offene Protokolle und freie Software machens möglich. (Seite 154)

  • Aktuell

    • 18 Supercomputer: Japan brilliert
    • 20 Prozessorgeflüster: AMD tritt aus BAPCo aus
    • 22 Tablet: HP Touchpad mit WebOS 3
    • 26 SYSmark 2012: Benchmark in neuer Version
    • 27 Grafikkarten: AMD zeigt zukünftige GPU-Architektur
    • 28 Hardware: All-in-One-PCs, AMD Trinity
    • 29 PCI Express geht in die vierte Runde
    • 30 Smartphones mit Android und MeeGo
    • 31 Apps: Fotos veröffentlichen, Musik aus der Cloud
    • 32 Displays: 4k-Monitor, Zweit-TV mit DLNA und LAN
    • 34 Audio/Video: BitTorrent-Streaming, HbbTV-Portal
    • 35 Unterhaltung: Kinect SDK, Razor Hydra, Lovefilm
    • 36 Apple: Mac OS X 10.6.8, Ende der iDisk
    • 37 Videoschnitt: Apple veröffentlicht Final Cut Pro X
    • 38 Forschung: Bildverarbeitung, Roboter
    • 40 Windows 8: Frühe Version aufgetaucht
    • 42 Anwendungen: Projekte, Bilder, kleine Helfer
    • 44 Roboter: Leistungsschau Elrob
    • 46 Linux: Sabayon 6, AusweisApp, Banking
    • 46 Ausbildung: Neue Studiengänge
    • 47 Internet: Google+, Firefox 5, Top-Level-Domains
    • 48 Notebooks: Power-Subnotebook, GeForce GTX 580M
    • 49 Sicherheit: Android-Erweiterung, SQL-Injection
    • 50 Netze: Analyse-Tablet-PC, Richtfunk, SSL-VPN
    • 51 Mach flott den Schrott: Minimalroboter verfolgt Kanten

  • Magazin

    • 72 Vorsicht, Kunde: DSL-Testangebot mit Folgen
    • 74 Roboter: Das Helferlein für Haushalt und Betreuung
    • 78 Notebook-Service: Welche Hersteller wirklich helfen
    • 84 3D-Druckdienstleister für Privatanwender
    • 95 Interview mit dem Puzzledesigner Oskar van Deventer
    • 102 Recht: 3D-Druck, Patente und Urheberrecht
    • 106 MEMS: Mikromechanik ins Silizium geätzt
    • 189 Bücher: Facebook-Programmierung, Arduino
    • 196 Story: Kritische Masse, Teil 2 von Arno Endler

  • Internet

    • 68 Internet im Auto: Audi Connect
    • 166 Business-Anschlüsse: Breitband für den Betrieb
    • 188 Surf-Tipps: Ego-Museum, Satire, Entscheidungshelfer

  • Software

    • 56 Textgenerator: 3D Maker extrudiert Schriften
    • 56 Kartografie: Ortelius erstellt Landkarten
    • 57 PDF-Tools: PDF Converter, Perfect PDF 7 Premium
    • 58 Dateiverwaltung: Directory Opus 10
    • 58 Vocal Toolkit optimiert Gesangsaufnahmen
    • 112 Geocaching: Apps für die digitale Schnitzeljagd
    • 120 Plagiat-Software für Schulen und Universitäten
    • 144 Druck-Apps für iPad, iPhone und iPod touch
    • 172 Handy-Administration: Sicherer Firmenzugang
    • 190 Spiele: Dungeon Siege 3, Kaptain Brawe
    • 191 Red Faction – Armageddon, Temple Trouble
    • 192 Ocarina of Time, Pudding Panic, Rocket Bunnies
    • 193 Child of Eden
    • 194 Kinder: Brettspiel fürs iPad, Knobeln am PC
  • Hardware

    • 52 USB-Adapter: Buchsen für Mainboards
    • 52 Taschenoszilloskop: DSO Quad
    • 52 Android-Smartphone mit schickem Design
    • 53 Grafikkarten: Sapphire Radeon HD 6570
    • 53 Übertaktete GTX 560 Ti mit Spezialkühler
    • 53 Festplattengehäuse mit eSATAp und USB3.0
    • 54 Windows Home Server von Tranquil PC
    • 55 Mikrocontroller: Flotte Arduino-Klone
    • 60 Flachbild-TV: Blickwinkelstabil und superschlank
    • 61 Netbook mit Googles Betriebssystem Chrome OS
    • 62 Notebook: Lenovo ThinkPad X1
    • 64 Android-Smartphone: HTC Sensation mit qHD-Display
    • 65 HDTV-Receiver mit Internet-Anbindung
    • 66 Kompakter Nettop-Rechner mit Blu-ray-Laufwerk
    • 67 Mini-Barebone für Sandy-Bridge-Prozessoren
    • 70 Musikverteilsystem: Philips Streamium MCi8080
    • 118 Prozessor: AMD-Familie A für Desktop-PCs

  • Know-how

    • 158 jQuery Mobile: Web-Apps für Smartphones bauen
    • 176 Tatort Internet: DoS-Analyse
    • 180 3D-Pipeline: Wie Grafikchips Spielewelten erschaffen

  • Praxis

    • 96 3D-Modellierung für den 3D-Druck mit SketchUp
    • 130 Herr der eigenen Daten: Cloud-Dienste selbst gemacht
    • 134 Eigener Server mit der Groupware Zarafa
    • 140 Kalenderserver mit DAViCal und Linux
    • 150 Hotline: Tipps und Tricks
    • 153 FAQ: Handy-Ortung
    • 154 iPhone geknackt: Alles lesbar trotz Passcode
    • 162 VPN mit Fritzbox: Festnetzanschluss unterwegs nutzen

  • Ständige Rubriken

    • 1 Titel
    • 3 Editorial
    • 6 Inhaltsverzeichnis
    • 10 Leserforum
    • 14 Impressum
    • 17 Schlagseite
    • 210 Seminare
    • 211 Stellenmarkt
    • 217 Inserentenverzeichnis
    • 218 Vorschau

Nicht ohne meine Daten


Neulich war Volksbefragung. Haben Sie es bemerkt? Gar demonstriert? Beim Kaffee auf meiner Terrasse bedankte sich der Mann vom Zensus überschwenglich für meine Kooperation: 1987 hätte man die Leute ja gar nicht hereingelassen, die Fensterläden mit Brettern vernagelt und sich mit Konserven auf eine lange Belagerung eingestellt. Beim Zensus 2011 hingegen war von Widerstand nichts zu spüren. Die Einstellung zum Datenschutz hat sich seit den 80ern fundamental geändert. Das hat Gründe.


Mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung darf der Bürger der Bundesrepublik Deutschland selbst bestimmen, welche seiner personenbezogenen Daten er wann und wem zugänglich macht - theoretisch. Die Grundidee: Ich bin Herr meiner Daten. In der Praxis bedeutet das, ein wenig aufzupassen, welche Befindlichkeiten und Partyfotos über Facebook und Twitter den Weg von offline nach online finden.


Aber offline, das war man früher: Man setzte sich an den Schreibtisch, schrieb Briefe, bearbeitete Fotos und gab ausgesuchte Resultate erst ganz zum Schluss per E-Mail oder Web preis. Die Anwendungen bezog man dezentral: Office von Microsoft, Kreativprodukte von Adobe, Tools von vielen kleinen Firmen und Open-Source-Projektgruppen.


Mittlerweile hat jeder, der etwas auf sich hält, simultan vier Bildschirme im Blick: Man sitzt vor dem Fernseher mit dem Laptop auf dem Tisch, dem Tablet auf dem Schoß und dem Smartphone in der Hand. Alles piept und blinkt, aktualisiert und verteilt den Status, lädt Fotos aus dem Netz und ins Netz hinein - die Cloud hält den Gerätezoo zusammen. Alles außer Synchronisation übers Web bedeutet Chaos.

Das Resultat: Apple oder Google weiß, welche Apps ich benutze, denn die Mobilsoftware kommt bei beiden aus einer Hand. Google besitzt alle meine Kontakte und Termine, anders lassen sich diese Informationen nicht verwalten. Microsoft sammelt via Windows Live meine Notizen in OneNote und meine Urlaubsbilder auf dem SkyDrive, sonst komme ich unterwegs nicht an meine Bahnverbindung. Xing weiß besser über meine Geschäfts-, Facebook besser über meine Geschlechtspartner Bescheid als ich selbst; ohne diese Dienste verliere ich den Anschluss.


Eine Handvoll Unternehmen durchdringt das Privatleben von Millionen vernetzter Menschen. Alle erdenklichen persönlichen Daten liegen auf den Servern von Apple, Facebook, Google und Microsoft. Die Cloud hält uns in fester Umarmung.


Apples und Googles Zentralismus hat uns weich gemacht. Vor einem Vierteljahrhundert hat eine Volksbefragung einen Sturm der Entrüstung und Furcht vor einem Überwachungsstaat ausgelöst; mittlerweile ergibt sich Deutschland in stoischer Ruhe seinem Schicksal. Es ist Zeit, etwas vom Geist von 1987 zurückzuholen. Sonst ist nicht mehr der Bürger, sondern der Smartphone-Hersteller Herr seiner Daten.

André Kramer (akr)

Artikel-Details
Anbieter:
Heise Medien GmbH & Co. KG
Artikelnummer:
4018837033593
Veröffentlicht:
02.07.2011